Frühling: Bronwen Tudor

Was wächst, will leben. Was lebt, muss gehen.

Remi Kronberg hat das Familienunternehmen übernommen und mit ihm eine Last, die schwerer wiegt als jeder Sack Saatgut. Seit Generationen züchten die Kronbergs Puppen, die auf dem Feld wachsen.

Zwischen harter Feldarbeit und Verantwortung verliert Remi sich selbst – bis eines Tages eine fremde Frau auf dem Hof steht. Wunderschön. Und doch eindeutig eine Puppe.

Sie nennt sich Nessa.

Niemand weiß, woher sie kommt. Vielleicht ist sie ein Mythos. Vielleicht ein Geist.

Während Nessa Remi bei der Aussaat hilft und ihr Raum gibt, wieder das zu tun, was sie liebt – Kleider entwerfen, gestalten, erschaffen – beginnt etwas anderes zu heilen: alte Wunden, brüchige Bande, eine Familie, die sich auseinandergelebt hat.

Doch nicht alles, was im Frühling wächst, kann bleiben.

Sommer: Anja Stephan

Ein Sommer, der alles verändert.

Kurz vor ihrem lang ersehnten Urlaub ist Lotte frisch verlassen und verheult. Zum Glück ist da Vincent, ihr bester Freund, der eine spontane Idee hat, die ihre Rettung sein könnte: Statt Trübsal zu blasen, soll Lotte ihn als Betreuerin in ein abgelegenes Feriencamp begleiten. Klingt gut:

Eine winzige Insel mitten im See.
Eine Horde unzähmbarer Kinder.
Und ein Mitstreiter, der für Ärger sorgt: Fritz, Sohn eines prominenten, konservativen Politikers.

Während die Tage zwischen Wasserschlachten und Lagerfeuergeschichten verschwimmen, zieht etwas anderes herauf: der Vollmond.

Und manche Geheimnisse leuchten nur im Mondlicht.

Herbst: Stefanie Mühlsteph

Wenn du fühlst, kannst du zerbrechen. Wenn du nicht fühlst, gehst du verloren.

Rose hat ihr Herz längst hinter hohen Mauern versteckt. Schmerz, Verlust, Enttäuschung – nichts davon soll sie jemals wieder berühren. Wer sich ihr nähert, stößt auf Kälte, auf Stacheln, auf Dornen.

Doch als Kjell – ein Homunculus, künstlich erschaffen und doch auf der Suche nach echtem Leben – in ihr Leben tritt, beginnt etwas zu bröckeln. Zwischen Rose und Kjell wächst eine zarte, unerklärliche Verbindung.

Während Kjell kämpft, um Menschlichkeit zu begreifen, muss Rose entscheiden, ob sie den Mut findet, wieder zu fühlen.

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Winter: Caitlin Holland

Alles endet, wenn die Nacht endet.

Nach einem Unfall, der ihre Karriere als Tänzerin beendet hat, kehrt Mara in ihre verschneite Heimatstadt im Harz zurück. Ein Ort voller alter Legenden – und voller Erinnerungen, denen sie lange aus dem Weg gegangen ist. Vor zehn Jahren, in der ersten Raunacht, wurde ihre Jugendliebe Valentin hier von den Waldgeistern geholt.

Als die langen, finsteren Unternächte erneut anbrechen, kehrt Valentin endlich zu Mara zurück. Doch seine Rückkehr ist nur von kurzer Dauer. Wenn Mara ihn nicht aus dem Bann der Geister befreien kann, wird sie ihn verlieren, sobald die Nächte enden.

Doch je tiefer Mara in die alten Sagen und ihre eigene Geschichte eintaucht, umso deutlicher wird, dass unter allem, was sie über den Wald und Valentin zu wissen glaubt, eine viel dunklere Wahrheit verborgen liegt.